Einführung

Bilder gehören, wie die schriftlichen Akten auch, zu den historischen Unterlagen, welche die Geschichte der Stadt dokumentieren, vermitteln und historisch nachvollziehbar machen. Mit den dazugehörigen Kontextinformationen vermitteln sie grosse Historie und kleine Geschichten aus einem anderen Blickwinkel - ebenbürtig zu den schriftlichen Unterlagen. Neben ihrer Funktion, Geschichte zu dokumentieren und zu vermitteln, sind Bilder aber auch Dokumente unserer visuellen Kultur.

Das Bild als historische Quelle

Noch bis vor kurzem wurden Bilder vorwiegend als reine Illustrationen verwendet. In den vergangenen Jahren hat sich jedoch ein neues Bewusstsein für ihre Funktion - insbesondere für die historische Überlieferung - herausgebildet. Das Bild hat auch in der Forschung den Status einer eigenständigen und aussagekräftigen Quelle erhalten, die uns andere und neue Einblicke und Erkenntnisse in die Geschichte einer Stadt wie Basel oder in historische Prozesse erlaubt.

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Herkunft der Bilder

Das Bildmaterial, das das Staatsarchiv sammelt und archiviert stammt aus zwei Herkunftsbereichen

Städtische Behörden, öffentliche Verwaltungen, parastaatliche Institutionen

Bildmaterial, das von den städtischen Behörden und der öffentlichen Verwaltung produziert, in Auftrag gegeben und/oder in Ausübung ihrer Tätigkeiten gebraucht wird, unterliegt der Anbietungspflicht an das Staatsarchiv. Das Archiv wiederum hat den Auftrag, dieses Bildmaterial im Interesse der Überlieferung zu archivieren und es der Öffentlichkeit im Rahmen der geltenden Rechtsgrundlagen zur Verfügung zu stellen.

Privatpersonen, Vereine, Institutionen

Ein weiterer Teil des Bildmaterials in der Bildersammlung stammt von Privaten. Es ist entweder auf Grund von speziellen Vereinbarungen deponiert oder als Eigentum dem Staatsarchiv übergeben worden. Dabei handelt es sich in der Regel um Nachlässe, Hinterlassenschaften oder Schenkungen von privaten Vereinen, Stiftungen oder Privatpersonen. Die Spannbreite erstreckt sich vom Nachlass eines Fotografen oder dem Archiv eines Zeitungsfotografen über den zeichnerischen Nachlass von Jakob Burckhardt bis hin zur vollständigen Serie von Fotoalben einer Familie, eines Privatspitals oder der Dokumentation eines kleinen Betriebes.

Das Staatsarchiv hat zwar keinen gesetzlichen Auftrag, dieses Bildmaterial zu archivieren und aufzubewahren, übernimmt aber bei gegebener Archivwürdigkeit (es gelten u.a. Kriterien wie Zustand, zeitliche und inhaltliche Dichte und Homogenität, Seltenheit, politische, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Relevanz) unter Umständen solches Bildmaterial, sofern dies die personellen und finanziellen Ressourcen erlauben.

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