Privatarchive

Die Abteilung der Privatarchive reicht vereinzelt bis ins Mittelalter zurück. Der wesentliche Teil der Unterlagen stammt aus dem 16. bis 20. Jahrhundert, mit einem Schwerpunkt auf den beiden letzten Jahrhunderten. Mit mittlerweile über 1100 Privatarchiven weist das Staatsarchiv eine besonders umfangreiche und historisch bedeutsame Sammlung auf.

Die Privatarchive umfassen Archivgut, das nicht in der kantonalen Verwaltung oder bei öffentlich-rechtlichen Körperschaften, sondern bei privaten Aktenbildnern (Personen, Familien, Vereine, Parteien, Organisationen) entstanden ist. Die dauerhafte Aufbewahrung dieser Unterlagen gehört also nicht zu den Kernaufgaben des Staatsarchivs. Sie ergänzen aber das staatliche Aktengut um wesentliche Facetten und tragen so zu einer vielfältigeren und auch wirklichkeitsnäheren historischen Überlieferung zur Geschichte Basels bei.

Die Bedeutung dieser sehr vielfältigen Abteilung lässt sich auch rein äusserlich feststellen, ist sie doch inzwischen vom Umfang her die zweitgrösste des Staatsarchivs; darauf verweisen auch die konstant hohen Benutzungszahlen.

Literatur: Andreas Staehelin, Die Abteilung "Privat-Archive" des Basler Staatsarchivs, in: Jahresbericht des StABS 1962, S. 27-42.